Wir freuen uns, Patrick Willner als neuen Sales Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz vorzustellen. Patrick verfügt über umfangreiche Erfahrung im Transportbereich, und war zuletzt als Sales Partner Consultant für E-Mobilitätsdienstleistungen bei DKV Mobility tätig. Er übernimmt den Vertrieb in der DACH-Region und betreut Interessenten bei der Auswahl einer passenden Software zur Verwaltung ihres Ladenetzes. 

Wir haben uns für ein kurzes Interview verabredet, um seine Perspektive zum deutschen EV-Markt kennenzulernen, und uns über Entwicklungen in der DACH-Region auszutauschen.  

Warum hast Du Dich entschieden, jetzt zu GreenFlux zu wechseln?

Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung im E-Mobility-Bereich. Als sich die Möglichkeit auftat, innerhalb der DKV Gruppe zu GreenFlux wechseln, habe ich nicht lange gezögert. Ich bin überzeugt davon, dass die Ladesoftware von GreenFlux zu einer der Besten im Markt gehört. Zudem möchte ich bei GreenFlux einen Beitrag dazu leisten, die Mobilität effizienter und nachhaltiger zu gestalten – für eine saubere und bessere Zukunft.

Welche Unterschiede siehst Du zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz bei der E-Mobilität?

Ich sehe keine gravierenden Unterschiede zwischen den drei Ländern. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind im europäischen Vergleich ganz gut aufgestellt, auch wenn der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur weiter vorangetrieben werden muss. Städte und Kommunen sollten gemeinsam mit Politik und Automobilherstellern an Konzepten arbeiten, um die Elektromobilität für alle zugänglich zu machen.

Bei GreenFlux wollen wir Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei unterstützen, eine hohe Kundenorientierung und -zufriedenheit mit Ihren Ladedienstleistungen zu ermöglichen.

Wie sehen erfolgsversprechende Geschäftsmodelle für Ladesäulenbetreiber und Mobilitätsdienstleister aus?

Die besten Ladesäulenbetreiber (CPOs) punkten mit einem guten Kundenerlebnis beim Laden. Dafür sind ein funktionierendes Netzwerk von Ladepunkten, sowie schneller Service bei technischen Störungen, unerlässlich. Die CPOs können auch mit attraktivem Pricing, und weiteren Features wie der intelligenten Anzeige der Verfügbarkeit von Ladepunkten in Apps, einem großen Roaming-Netz und smarten Laden überzeugen.

Für Mobilitätsdienstleister (eMSPs) sind ein dichtes, europaweites Ladenetz und eine gute Kundenbetreuung unerlässlich. Fahrer wünschen sich eine transparente Abrechnung ihrer Ladevorgänge, nicht nur beim öffentlichen Laden sondern auch bei der Hausstromkostenrückerstattung mit dem Arbeitgeber. Diesen Anforderungen können EMSPs gerecht werden, indem Sie eine Ladekarte sowie ein Portal oder eine App bereitstellen, in dem Kunden alle Ladevorgänge einsehen und überprüfen können.

Wie unterscheiden sich E-Mobilitätskonzepte von beispielsweise Stadtwerken, Leasing-Gesellschaften, und Firmenflotten?

Als lokale Anbieter konzentrieren sich Stadtwerke auf Kunden in Ihrer Region. Sie haben den öffentlichen Auftrag, das regionale Ladenetz auszubauen und es Endverbrauchern und B2B-Kunden zugänglich zu machen. Dafür setzen Stadtwerke immer häufiger auf ganzheitliche E-Mobility-Lösungen in z.B. Verbindung mit erneuerbaren Energien.

Leasinggesellschaften haben ihren Fokus nur auf dem B2B-Geschäft. Viele Leasingpartner betreiben keine eigenen Ladestationen und bieten Ihren Kunden stattdessen über eine Ladekarte Zugang zu Ladepunkten in ganz Europa. Leasinggesellschaften haben den Anspruch als Fullserviceprovider von Ihren Kunden wahrgenommen zu werden.

Flottenkunden haben wiederum häufig Verträge mit eMSPs, die den Unternehmen eine Ladekarte/App und Zugang zu Ihrem Roaming-Netz einräumen. So erhält der Firmenkunde alles aus einer Hand, von der Lademöglichkeit zuhause und beim Arbeitgeber, bis hin zur fahrzeugbezogenen Abrechnung.

Was können Ladesäulenbetreiber und Mobilitätsdienstleister tun, um ihr Business effektiv zu skalieren?

Wachsende CPOs sollten auf jeden Fall ein Backend zur Verwaltung ihrer Ladeinfrastruktur nutzen. Hierfür eignet sich besonders bei größeren Unternehmen ein cloudbasierter Ansatz, bei dem Betreiber alle Standorte einsehen und Fehler an den Ladestationen aus der Ferne lösen können. Der Fernzugriff zu Analyse und Monitoring-Zwecken ist die Basis, um eine hohe Kundenzufriedenheit und Skalierbarkeit zu generieren.

In der Rolle des eMSP ist es wichtig, einen Überblick über die eigene Kundenstruktur und die getätigten Ladetransaktionen zu erhalten. Bei einem großen Transaktionsvolumen kann es interessant sein, eigene Roamingverträge zu auszuhandeln, und diese über eine stabile Schnittstelle in die Lademanagementsoftware einzubinden. Langfristig werden eMSPs zudem durch selektives Pricing für verschiedene Kundengruppen überzeugen können.

Wie sieht deine Zielsetzung für den DACH-Markt aus?

Im ersten Schritt liegt der Fokus darauf, den Bekanntheitsgrad von GreenFlux in der DACH Region zu erhöhen und Unternehmen die Vorteile unserer Plattform mit all ihren Features näher zu bringen. Aktuell führen wir vielversprechende Gespräche mit Interessenten und hoffen, diese noch dieses Jahr als Kunden auf unserer Plattform zu begrüßen. Langfristig bin ich davon überzeugt, dass die CPO- und EMSP-Lösung von GreenFlux einem neuen Standard am Markt setzen wird.

Veröffentlicht am: 02 September 2022 / Kategorien: GreenFlux, News /